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Bereits 1597 begann man in Lauscha, einem kleinem Ort im Thüringer Wald, mit der Glasherstellung durch die Gründung der Lauschaer Dorfglashütte. Im Jahre 1847 wurde zum ersten Mal auf der Welt der hier hergestellte, gläserne Christbaumschmuck erwähnt. Es waren arme Glasbläser, die ihre Weihnachtsbäume nicht wie üblich mit richtigen Äpfeln und Nüssen behängten, da sie sich diese nicht leisten konnten.
Deshalb fertigten Sie die Früchte aus Glas. Sie wurden bunt bemalt und an den eigenen Christbaum gehangen. So war der gläserne Christbaumschmuck geboren. Christbaumschmuck aus Glas fand in Deutschland und Übersee großen Anklang und wurde somit zu einem neuen Betätigungsfeld der Lauschaer Glasbläser.
Viele Familien widmeten sich dieser Handwerkskunst. Durch die Kreativität der Glasbläser entstand eine unglaubliche Formenvielfalt. Viele der Originalformen sind noch erhalten und werden heute noch produziert, so z.B. Tannenzapfen, Vögel, Pilze und Eiszapfen.
Schon allein diese zeigen die Verbundenheit zum Wald und zur Heimat. Heute gibt es fast nichts mehr, was man nicht als Ornament an den Baum hängen kann.

 

Lauscha - das ist Glas.

Die Keimzelle der Stadt ist eine 1597 konzessionierte Glashütte. Seit über 400 Jahren wird hier kontinuierlich Glas hergestellt und verarbeitet. Lauscha ist damit einer der traditionsreichsten Glasstandorte in Europa. Bis heute ist das Glas für mehr als die Hälfte der Einwohner die Existenzgrundlage. Einige größere und dutzende kleiner Betriebe, einige Künstlerateliers, eine Glashütte, die zu den letzten in Deutschland gehört, die noch mit der alten Hafentechnik arbeiten, und zahlreiche Glasgeschäfte und -galerien ziehen sich durch den ganzen Ort. Ihre hervorragenden Erzeugnisse vom gläsernen Christbaumschmuck über Glasaugen bis zum kunstgewerblichen und künstlerisch gestalteten Glas sind weltbekannt.

 
Das Museum für Glaskunst in Lauscha ist immer einen Besuch wert. Es dokumentiert die über 400jährige Tradition der Glasherstellung und ist mit ständig wechselnden Sonderausstellungen stets aktuell.